Skydive NakedPopretro-progressiver Grunge-Pop
Demosong: MP3 Pressebeispiel: BRAVOURÖSE LANDUNG
"Skydive Naked" im Café MURG-OBERHOF. Mit Jürgen Waidele hatte die Hotzenwälder Kleinkunstbühne (HKKB) das Jahr 2003 stark beendet, mit "Skydive Naked" begann das neue Jahr im Café Verkehrt ebenfalls mit einem Hammer. Druckvolle Gitarrenriffs und die markante Stimme von Frontmann Oli Meier sind die Kennzeichen der Band, die ihre Musik selbst zwischen Pop, Rock und Grunge ansiedelt. Deutlich mehr Besucher als beim ersten Mal hatten zum zweiten Auftritt der Combo den Weg ins Café gefunden - und ihr Kommen sicher nicht bereut. Etwa zwei Stunden rockten die Musiker die Hütte und schrubbten die Gitarrensaiten. Eine Pause gibt es bei den nackten Fallschirmspringern nicht, stehen sie erst mal auf der Bühne, kriegt sie da so schnell niemand mehr weg. Und auch für eine Zugabe braucht es nicht viel Überredungskunst; dazu haben sie viel zu viel Spaß an ihrer Musik. So lange sie auf der Bühne mit Bier und Bacardi-Cola versorgt werden, rocken Meier (Gesang, Gitarre), Uli Kärn (Schlagzeug), Andy Schardin (Gitarre), Frank Aschmann (Bass) und Boris Bigott (Gitarre) drauf los wie das berühmte Duracell-Männchen. Und mit ihnen rockt das Publikum, darunter auffällig viele Frauen. Ob die Hoffnung, dass die vermeintlich "nackten" Jungs tatsächlich mal nackt auf die Bühne kommen, die holde Weiblichkeit zu den Auftritten lockt? Wer weiß. Schieben wir es einfach mal auf die Musik, mit der brauchen sich die fünf fürwahr nicht zu verstecken. Bis auf wenige Stücke - etwa "White Wedding" von Billy Idol - spielen sie nur eigene Songs. Und obwohl der Wiedererkennungswert da natürlich (noch) nicht sehr hoch ist, reißen sie ihr Publikum mit. Das dürfte an zwei Dingen liegen: Zum einen sind die Eigenkompositionen weit mehr als eine einfallslose Aneinanderreihung von maximal drei Akkorden, zum anderen punkten sie vor allem dort, wo die meisten Amateurbands die größte Schwäche haben, beim Gesang. Oli Meier hat Stimme und das notwendige Selbstbewusstsein, sie auch richtig zu zeigen. Egal, ob er ins Mikrofon haucht oder kreischt, es klingt einfach klasse. Und das begeistert dann eben jeden Besucher und nicht nur die Frauen. Für die HKKB stand nach dem Konzert auf jeden Fall fest, dass es eine gute Entscheidung war, "Skydive Naked" wieder ins Programm aufzunehmen. Man kann nicht jedes Mal ein ausverkauftes Haus haben wie bei Waidele, aber auch die fünf Fallschirmspringer landen inzwischen offenbar bei immer mehr Leuten. Jörn Kerckhoff in: Badische Zeitung, 14. Januar 2004 |