psYneCrossover, Psychedelic Rock
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Zu einer Zeit, als man noch Zeit hatte, zu einem Zeitpunkt, an dem die Zeit noch stillstand, an einem Ort, an dem man das Salz des Meeres in der Luft schmecken konnte, den Sand zwischen den Zehen/Zähnen spüren konnte -wir versuchen an dieser Stelle die Idealität der Situation zum Ausdruck zu bringen-, trafen sich drei umwerfend gutaussehende Junggesellen, die sich gerade über ihr erstes Haar auf der Brust erfreuten. Vertieft in einem Gespräch über Gott und die Musik beschlossen sie, dem Drang ihrer Gefühle, sich der Welt zu offenbaren, ihre Gedanken und Phantasien aus ihrem inneren Käfig zu befreien, nachzugeben und sich der Musik leidenschaftlich und exzessiv hinzugeben. So begannen sie sich, anfangs sporadisch, dann immer öfter, zu treffen, um in scheinbar endlosen Jam-Orgien "Smoke On The Water" (auf einer Saite, mit einem Finger und Verstärkern, die sich kaum gegen das scheinbar konzeptlose Geprügel des Schlagzeugers behaupten konnten) zu performen. Mit dem Verheilen der ersten Blasen blutiger Anfängerfinger und dem dadurch bedingten Entstehen erster Hornhaut, begann sich die Welt -ihre Welt... oder glaubst du deine?- zu verändern. Der Wind wurde stärker, die farben bunter, die Häuser größer, die Menschen kleiner und die Musik besser. Es entstand das unstillbare Verlangen nach einem Sänger. So verbrachten sie eine lange, schweißtreibende Nacht damit, einen Magneten zu erbauen. Sie suchten nach einer Stimme, die ihr Spiel übersetzt, die ihr Chaos in Unordnung bringt, in der alles versinkt. Erwachen, Geschrei aus dem Zimmer nebenan, die Klinke der Tür drücke ich fest, bis ich sie aufreiße und sie meine Hand verläßt. Sechs Augen erblicken was sich verbirgt, eine Gestalt hängt am Magnet, beugt sich und sieht uns an. Der Blick: verunsichert, zweifelnd aber doch herausfordernd und verspielt - dunkelgrün. Die Stärke des Magnetfeld verblasst, der schwache Körper fällt vor uns auf die schwangere Erde. Das Wort keimt wie der Samen und aus dem Wort entsteht in der Blüte der Klang. Aus 3 wurden 4, aus 4 wurde Ψ, die paranormale Fusion sich ergänzender Elemente; psΨne war geboren. Die kindliche Experimentierfreudigkeit lies auch im Laufe ihres musikalischen Reifeprozesses - der, wohl bemerkt, das Ziel beschreibend, noch in langen Abschnitten vor ihnen liegt - nicht nach. Um sich dieser Freiheit, Zeit ihres Daseins, nicht berauben zu lassen, gaben sie ihrem Stil einen Namen: psychedelic crossover. Es beginnt. |