shy guy at the showIndie-Rock
Demosong: MP3 Alle Songs spielen: „Jeder Mensch bedarf des Mondes, um seinen exakten Platz auf der Erde zu bestimmen.“
Während der Mond für Thomas Effing in Paul Austers Moonpalace als Mittel zur Lokalisierung des Selbsts dient, so ist es die Musik, die jedem Mitglied von shy guy at the show zur Selbstlokalisierung und Selbstidentifikation verhilft. Im März 2005 haben wir Fünf uns gefunden, nicht in erster Linie, um Musik zu machen, sondern um gemeinsam, durch die Musik, eine Art Sinn im Chaos des Lebens zu finden, der vielleicht unmöglich zu finden ist. Es trafen hier also fünf junge Männer aufeinander, die sich von sehr verschiedenen künstlerischen und musikalischen Kräften beeinflusst sahen und versuchten diese zu einem kohärenten Ganzen zu verschmelzen. Das Ergebnis dieser Verschmelzung ist die Band shy guy at the show. Doch so wie der Mond seine Position am Himmel in Abhängigkeit von der Tageszeit verändert, so verändert sich auch unsere Musik mit uns. Wir versuchen nicht in starren Formen gefangen zu sein oder einem gewissen Ideal zu entsprechen. Unsere Musik ist die Suche nach etwas, das Stabilität und Ordnung in das Chaos täglicher Eindrücke und Gefühle bringen soll. Eine solche Suche ist auf Reduktion bedacht, kann aber manchmal laut, brachial und kurz sein oder lange, melancholisch und schmerzhaft, so wie unsere Lieder eben auch sehr unterschiedlich sind. Beeinflusst sehen wir uns vor allem von den großen englischsprachigen modernen Dichtern wie Ezra Pound, Wallace Stevens, Ernest Hemingway und William Carlos Williams, die die intensive Nüchternheit und klare Strukturiertheit unseres Songwritings und Gesamtartworks bestimmen. Wir möchten keine andere Band kopieren oder in die Fußstampfen jener treten, sehen uns aber dennoch von Bands wie Interpol, Archive, The Velvet Underground, Tiger Lou, Stellarstar und The National beeinflusst. Obwohl wir unsere Musik als, für uns unerlässliches, Hilfsmittel zur Sinnfindung ansehen, versuchen wir nicht allzu verbissen ans Werk zu gehen. Selbstironische Untertöne sind in einigen unserer Stücke zu finden und versuchen uns selbst immer wieder davor zu warnen, die eigenen Ansichten nicht allzu ernst zu nehmen. Was vor vielen Jahren als Freundschaft zwischen fünf jungen, verwirrten Männern anfing, ist durch die Komponente Musik erweitert worden, wenngleich wir unserer Freundschaft wegen Musik zusammen machen und soviel Zeit wie möglich auch außerhalb des Proberaumes miteinander versuchen zu verbringen. Das Sich-Gegenseitig-Brauchen und Einander-Gerne-Haben ist das, was shy guy at the show ausmacht und uns während unseres Alltags in Karlsruhe, Kaiserslautern, Zweibrücken, Wörth und Heidelberg ein Gefühl des Sich-Selbst-Gefunden-Habens gibt, nämlich als Mitglied von shy guy at the show. Booking: |